Brustschmerz steht häufig für eine Angina Pectoris. Zu den Hinweisen und Faktoren, die darauf schließen lassen, zählen vor allem:

 

  • Das Alter der betroffenen Person (bei Frauen ab 65, bei Männern ab 50 – umso mehr, wenn zusätzliche Risikofaktoren bestehen)

 

  • Beschwerden nehmen in Belastungssituationen (psychisch und physisch) zu

 

  • Beschwerden treten unabhängig von der Körperhaltung auf

Generell wird zwischen einer stabilen und einer instabilen Angina Pectoris unterschieden. Bei einer stabilen Angina Pectoris treten die Beschwerden erst ab einem gewissen Belastungsniveau auf. Bei der instabilen Form ist der Schmerzcharakter zunehmend und die beschwerdefreien Intervalle nehmen immer weiter ab. Die instabile Angina Pectoris kann auch Vorbote eines möglichen Herzinfarkts sein.

 

Das typische Schmerzempfinden einer Angina Pectoris ist bei Männern in der Brust lokalisiert, nahe dem Brustbein, mit Ausstrahlung in beide Arme und in die Schulterblätter. Frauen beschreiben die zugehörigen Symptome oft als Enge und Druck im Brustbereich oder nur als Übelkeit.

Atypische Schmerzformen einer Angina Pectoris können Atemnot, Schmerzen im Magenbereich sowie Kiefer- und Zahnschmerzen sein.